In d’Grean gehn“ ist Immaterielles Kulturerbe

Große Freude bei den Akteuren der Tradition „In d’Grean gehn“, die von BM Schallenberg als Immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet wurde. (v.l.n.r.) J. Maly, A. Kitla, BM Schallenberg, UNESCO-Kommission Ö S. Haag, M. Staribacher

Tradition auf UNESCO-Liste

Weinviertel – Die alte Tradition des „In d’Grean gehn“, die vor allem im Pulkautal und im östlichen Weinviertel alljährlich am Ostermontag gepflegt wird, wurde von der Österreichischen UNESCO-Kommission als Immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet. Die Kellergassenführer/-innen im Weinviertel haben gemeinsam mit AGRAR PLUS die Einreichung dafür vorgenommen und erhielten kürzlich im Rahmen eines Festaktes im Bundeskanzleramt die Urkunde von Bundesminister Alexander Schallenberg. Kellergassenführer-Obmann Joachim Maly freut sich über die große Auszeichnung und betont die Verantwortung, die damit einhergeht.

Als „In d’Grean gehen“ wird der Brauch der Weinhauer und Weinkellerbesitzer bezeichnet, am Ostermontag ihre Keller zu öffnen und Speis und Trank für die Lesehelfer, Freunde und die Familie bereitzustellen. Dabei wird der heurige Wein verkostet und das Erwachen der Natur gefeiert. Zuvor wird in gemütlicher Runde zur Kellergasse gewandert. AGRAR PLUS Projektbetreuer Michael Staribacher meint dazu: „Die Aufnahme in das Österreich-Verzeichnis der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe ist für die Region von großer Bedeutung. Es war uns ein großes Anliegen, den Brauch des ‚In d’Grean gehn‘ zu bewahren. Das funktioniert nur, indem wir Bewusstsein dafür schaffen und die Bevölkerung diese Tradition wertschätzt!“. Obmann Maly ruft die Kellergassenführer/-innen auf, 2020 diesen alten Brauch zu leben, allerdings nicht touristisch zu vermarkten. Vielmehr sieht er darin den Startschuss für die neue Saison!

Unter dem Begriff „immaterielles Kulturerbe“ werden weltweit seit 2003 vielfältige gelebte Traditionen von der UNESCO dokumentiert und geschützt. Ob Tanz, Theater, Musik, Bräuche, Feste, Naturwissen oder Handwerkstechniken – alle Formen des „immateriellen Kulturerbes“ sind immer von menschlichem Wissen und Können sowie einer Vielfalt von Fertigkeiten getragen. Langfristig regional verankertes, überliefertes Wissen werden sichtbar gemacht.

Österreich trat der UNESCO-Konvention zur Erhaltung des „immateriellen Kulturerbes“ 2009 bei. Seither ist die Österreichische UNESCO-Kommission mit der Erstellung des „Österreichischen Verzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes“ betraut. Ein Fachbeirat entscheidet seit dem Jahr 2010 regelmäßig über Neuaufnahmen, aktuell sind nun 124 österreichische Traditionen im Verzeichnis gelistet.

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